KI im Mittelstand: produktiv arbeiten, ohne dass Firmendaten abfließen
Was ist das eigentliche Risiko – und was nicht?
Das Risiko ist nicht „die KI". Es ist der Datenbestand, der bei einem speichernden Anbieter entsteht: Angebote, Kalkulationen, Kundendaten, Quellcode, Strategiepapiere – einmal in einen öffentlichen Chatbot kopiert, liegen sie außerhalb Ihrer Kontrolle. Prominentestes Beispiel: 2023 wurde bekannt, dass Samsung-Mitarbeiter internen Quellcode in ChatGPT eingegeben hatten – der Konzern sperrte daraufhin die Nutzung. Dazu kommt die Rechtslage: personenbezogene Daten (Kunden, Mitarbeiter) erfordern nach der DSGVO einen Auftragsverarbeitungsvertrag und bei US-Anbietern eine Antwort auf CLOUD Act und Schrems II. Und ab hier läuft die Uhr des EU AI Act, der seit 2024 stufenweise gilt und u. a. Transparenz- und Schulungspflichten bringt.
Das zweite, unterschätzte Risiko heißt Schatten-KI: Wenn das Unternehmen kein offizielles Werkzeug bereitstellt, nutzen Mitarbeiter private Chatbot-Konten – unkontrolliert und unsichtbar. Die Lösung ist nicht Verbieten, sondern ein konformer Kanal.
Wofür nutzt der Mittelstand KI konkret?
- Vertrieb & Angebote: Angebotstexte, Ausschreibungsantworten, Follow-up-Mails – aus Stichpunkten versandfertige Entwürfe.
- Korrespondenz: Kundenanfragen, Reklamationsantworten, Lieferantenkommunikation – schneller und konsistenter, auch mehrsprachig.
- Interne Dokumente: Protokolle, Arbeitsanweisungen, Schulungsunterlagen, QM-Dokumentation.
- Zusammenfassen & Verstehen: lange Verträge, Normen, Ausschreibungsunterlagen, Marktberichte auf das Wesentliche verdichten.
- Entwicklung & IT: Code-Assistenz über die API – ohne dass Quellcode zum Trainingsmaterial eines fremden Modells wird.
Branchen mit besonderen Vertraulichkeitspflichten haben eigene Seiten: Kanzleien, Steuerberater, Gesundheitswesen, Personalabteilungen.
Wie PrivatAI funktioniert
PrivatAI speichert nichts. Prompts und Antworten werden verarbeitet und verworfen – keine Inhalts-Logs, kein Training, kein Datenbestand. Die Anwendung läuft in Deutschland (Hetzner), die KI-Verarbeitung in Frankreich (Scaleway): Ihre Daten bleiben in der EU, US-Zugriffsrechte greifen nicht. Zwei Zugänge:
- Chat im Browser für jeden im Team – der offizielle, konforme Ersatz für private Chatbot-Konten.
- OpenAI-kompatible API für Ihre Systeme: Jede Anwendung, die die OpenAI-Schnittstelle spricht – vom internen Tool bis zum KI-Agenten – lässt sich durch Austausch von Endpunkt und API-Schlüssel auf PrivatAI umstellen.
AVV nach Art. 28 DSGVO inklusive dokumentierter technischer und organisatorischer Maßnahmen (TOM); für Berufsgeheimnisträger mit § 203-Klausel und gesonderter Verschwiegenheitsverpflichtung.
PrivatAI (privatai.com) — KI-Chat & API aus Deutschland. Keine Inhalts-Logs, kein Training mit Ihren Daten, DSGVO-konform.
PrivatAI im Vergleich (Standardeinstellungen)
| Kriterium | PrivatAI | Öffentliche US-Chatbots (Standard) |
|---|---|---|
| Speicherung der Eingaben | Keine | Ja |
| Training mit Firmendaten | Nie | Häufig standardmäßig |
| Verarbeitungsort | EU (DE/FR) | Überwiegend USA |
| CLOUD-Act-Risiko | Nein | Ja |
| AV-Vertrag | Ja (AVV) | Nur Business-Tarife |
| API für eigene Systeme | OpenAI-kompatibel | je nach Tarif |